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Hechingen, Friedhofsmauer Jüdischer Friedhof

Friedhofsmauer Jüdischer Friedhof

Hechingen

Auftraggeber
Stadt Hechingen
Datum
seit April 2017
Leistung
Architektenleistungsphasen 4-8

Eine Besonderheit in der westlichen Sepulkralkultur stellen jüdische Friedhöfe dar. Durch das Gesetz der dauerhaften Totenruhe sind oft noch sehr alte Grabsteine in großer Anzahl erhalten, deren Inschriften viele Rückschlüsse auf die Genealogie der jeweiligen jüdischen Gemeinde zulassen.

Auch die Stadt Hechingen im Zollernalbkreis verfügt über einen solchen Friedhof. Da die dazugehörige Gemeinde schon seit über 70 Jahren nicht mehr existiert, verfiel er zusehends. Um den jüdischen Friedhof als ein Mahnmal des Nationalsozialismus‘ weiterhin zu erhalten, beauftragte uns die Stadt Hechingen mit der Sanierung der Friedhofsmauer.


Der eingestürzte Mauerabschnitt im Südosten illustriert den akuten Handlungsbedarf.

Die Friedhofsmauer besteht aus mehreren Abschnitten, die aus unterschiedlichen Materialien gearbeitet sind. Ein aktueller Einsturz des südöstlichen Mauerabschnittes verdeutlicht den akuten Handlungsbedarf.
Die Mauerwerksinstandsetzung kommt dabei nicht nur der Friedhofsmauer an sich zu Gute, sondern wird auch den Hang im Südosten sichern.


In der Innenansicht zeigt der nordwestliche Mauerabschnitt den Beton unter der Verkleidung nach außen.

Wir planen, die Mauer in zwei Bauabschnitten zu sanieren und freuen uns, zum Erhalt des jüdischen Gedächtnisses der Stadt Hechingen beitragen zu dürfen.